Der Lexus UX liegt im Sterben. Zumindest wird die Produktion bald eingestellt. Berichten zufolge ist Februar 2027 der Stichtag.
Ein japanisches Medium, Creative Trend, behauptet, dass dies das letzte Kapitel sein wird. Sie haben bereits ein Abschiedspaket vorbereitet. Es heißt die Sonderedition Shining Essence. Schicker Name für einen Abgesang. Dieser kompakte Crossover lief erstmals 2018 vom Band. Jetzt werden die Lichter gedimmt.
Dies ist nicht das erste Gerüchtespiel, das wir gespielt haben. Letztes Jahr sagte der Nikkan Kogyo Shimbun, dass der Abschied noch vor dem Ende des Geschäftsjahres 2025-26 erfolgen würde. Das wäre März 2026 gewesen. Wir drängen jetzt auf Anfang 2027. Die Zeitachse ist verrutscht. Warum? Wahrscheinlich Marktbedingungen. Oder inneres Chaos. Spielt keine Rolle.
Der Punkt bleibt: Es ist noch kein Nachfolger bekannt gegeben. Das UX sitzt unbeholfen zwischen dem winzigen LBX und dem größeren NX. Es füllt eine spezifische Lücke im Lexus-Angebot. Ein beliebtes Segment. Luxusmarken streiten darum. BMW, Mercedes, Audi – sie sind alle hier. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Premiummarke von Toyota einfach aufgeben würde. Und doch sind wir hier. Warten.
Lexus stellte den LBX Ende 2023 vor. Er ist klein. Sehr klein. Etwa 300 mm kürzer als der UX mit einer Länge von 4.190 mm. Es basiert auf dem Yaris Cross, nicht auf dem Corolla Cross wie sein größerer Bruder. Dies gab Lexus ein neues Einstiegsmodell. Ein direkter Schuss auf den Audi Q2. Was übrigens weg ist. Tot.
„Wir haben rund 400.000 UX-Modelle verkauft.“
Lexus rühmt sich dieser Zahl. Verteilt auf mehr als 80 Länder. Bis Mitte 2026. Nicht schlecht. Aber die Motoren stottern. Zuerst verschwand der rein benzinbetriebene UX200 im Jahr 2023. Dann verschwand der elektrische UX300e im Jahr 2025.
Jetzt ist nur noch ein Modell erhalten. Der UX300h -Hybrid. Als traditioneller Hybrid steht er allein in einem Meer von Benzin-, PHEV- und BEV-Konkurrenten.
In Australien ist die Verkaufsgeschichte chaotisch. 2023 war das Spitzenjahr. 2.468 Einheiten ausgeliefert. Lokale Liebe. Seitdem? Eine Folie. Bis Juni dieses Jahres nahm Australien 509 UXs ein. Das ist ein Rückgang um 4,1 %.
Es verkauft sich immer noch besser als das LBX. Kaum. 473 Einheiten für den LBX, obwohl dieses Modell um 61,3 % einbrach. Dennoch lachen die Konkurrenten.
Der Audi Q3 verkaufte sich doppelt so oft. Der Mercedes GLA fast viermal so viele. Und die BMW X1-Familie? Mehr als das Fünffache.
Der Preis könnte der Schuldige sein. Oder der Motor.
Der UX300h startet bei 55.357 US-Dollar (zzgl. Kosten). Sie erhalten einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Hybrid. FWD oder AWD. Es ist raffiniert. Es ist glatt. Aber der LBX beginnt niedriger bei 47.332 $. Es hat natürlich einen schwächeren 1,5-Liter-Dreizylinder-Hybrid. Aber es ist billiger. Der Einstiegsluxus wird von unten gequetscht.
The Shining Essence versucht, das Ende gut aussehen zu lassen. Hellblaue Farbe. Wie die neue ES-Limousine. Silberner Kühlergrill. Bogenleisten in Wagenfarbe. 18-Zoll-Räder. „Layered Grid“-Besatz innen. Ästhetische Verbesserungen. Kosmetik für die Leiche.
Wird es nach Australien kommen? Wahrscheinlich nicht. Der Papierkram hinkt meist hinterher.
Die UX wird also ausgeblendet. Ein ruhiger Ausgang für ein ruhiges Auto. Kein dramatischer Ersatzplan. Keine Pressemitteilung, in der ein „zukunftsweisender“ Nachfolger angepriesen wird. Nur Stille.
Lexus hat 400.000 davon verkauft. Sie waren einmal wichtig. Jetzt? Wir fragen uns nur, was den Raum füllt, den sie hinterlassen haben. Oder wenn der Raum völlig zusammenbricht.
Der LBX ist da. Aber ist es genug? Die großen deutschen Marken warten nicht auf die Erlaubnis. Sie verkaufen. Ein Verhältnis von fünf zu eins heilt nicht über Nacht. Die UX hinterlässt eine Lücke im Lineup. Eine Kluft zwischen dem ultrabilligen und dem Mainstream-Luxus. Wer gewinnt diese Lücke jetzt?
Wir werden sehen, wann die Fabriktore geschlossen werden. Oder vielleicht auch nicht. Vielleicht ist dieser Bericht nur ein weiterer Geist. Aber der Februar 2027 fühlt sich real an. Es fühlt sich nah an. Und Lexus ist seltsam ruhig.
