Das Team von Motor1.com verbringt seine Tage damit, über Autos zu schreiben, sie zu fahren und darüber zu debattieren. Aber was fahren die Leute hinter den Bewertungen eigentlich, wenn sie ausstempeln? Die Neugier der Leser ist groß, deshalb werfen wir hier einen Blick in die Garagen der Redaktions-, Video- und Social-Teams im Jahr 2026. Die Mischung ist überraschend vielfältig: praktische Familientransporter neben leistungsstarken Maschinen, moderne Elektrofahrzeuge gemischt mit klassischer deutscher Ingenieurskunst.
Praktikabilität trifft Leidenschaft: The Daily Drivers
Für einige Mitarbeiter steht neben ihrer Automobilbegeisterung auch die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Adrian Padeanu, Nachrichtenredakteur für Europa, setzt auf einen 2017er Skoda Octavia. Er gibt zu, dass es nicht gerade glamourös ist, aber es passt zu seinem Leben als Familienvater und gelegentlicher Taxifahrer seiner siebenjährigen Tochter. Der geräumige Kofferraum und der zuverlässige 1,8-TSI-Motor des Octavia machen ihn zu einem Arbeitstier, auch wenn er zugibt, dass ein Schaltgetriebe im Stadtverkehr immer weniger attraktiv wird.
Anthony Alaniz, Mitherausgeber, verkörpert eine andere Art von Praktikabilität. Er besitzt sowohl einen 2013er Ford Mustang als auch einen 2010er Mercury Grand Marquis. Das Aufwachsen in Detroit prägte seine Vorliebe für amerikanischen Stahl. Der Mustang war ein spontaner Kauf nach dem College, während der Grand Marquis ein Neuzugang ist, der auf eine vollständige Restaurierung wartet. Alaniz scheut sich nicht vor der rauen Geschichte des Mustang – drei Unfälle, darunter eine Begegnung mit einem Waschbären –, aber er bleibt ein Familienfahrzeug mit über 128.000 Meilen.
The Enthusiast’s Corner: Obsessionen und Projekte
Nicht alle Entscheidungen sind rein logisch. Chris Rosales, Mitherausgeber, besitzt drei Autos, von denen zwei wohl „dumm“ sind. Ein stark modifizierter Honda S2000 von 2002 (Spa Yellow Pearl, mit allen erdenklichen Upgrades) existiert neben einem vernachlässigten BMW 325is von 1987 und einem bemerkenswert praktischen Volkswagen Jetta TDI von 2015. Rosales‘ Jetta, der vor Dieselgate neu gekauft wurde, hat 284.000 Meilen zurückgelegt und bleibt sein Lieblingsauto: zuverlässig, sparsam und überraschend spaßig. Der S2000 ist ausschließlich für nächtliche Canyon-Läufe gedacht, während der E30 ein ins Stocken geratenes Projekt bleibt.
Jeff Glucker, Chefredakteur, beschäftigt sich noch intensiver mit dem Projekt „Autoleben“. Sein täglicher Fahrer ist ein 1991er Mitsubishi Montero, der für Offroad-Abenteuer und Camping bei Rennveranstaltungen stark modifiziert wurde. Daneben stehen ein vernachlässigter Ford Mustang von 1967 (genannt NONWICK, wartet auf einen Tausch gegen den 351) und ein Mercedes-Benz 300TD Kombi von 1985, der seit einem Jahrzehnt nicht mehr gefahren ist, aber immer noch Potenzial hat.
Der moderne Mix: Bedürfnisse und Wünsche in Einklang bringen
Jeff Perez, Chefredakteur, widersetzte sich zunächst BMWs, entschied sich aber schließlich für einen BMW 230i xDrive M Sport Baujahr 2024. Nachdem ihm der Preis eines Lexus IS500 entzogen wurde und er sich über die Preisaufschläge des GR Corolla ärgerte, entschied er sich wegen seines Komforts, seines Stils und seines angemessenen Preises für den 230i. Er gibt zu, dass es nicht das aufregendste Auto ist, aber es trifft genau die richtigen Töne für seinen Lebensstil.
Maddox Kay, Automotive Social Media Editor, wartet an einem sicheren externen Ort zwei alternde deutsche Autos: einen Porsche Cayman S von 2006 und einen Mercedes-Benz SL500 von 1997. Der Cayman ist die Verwirklichung eines Kindheitstraums, während der SL500 ein nie endendes Restaurierungsprojekt ist.
Das Unvorhersehbare: Ein letzter Blick
Schließlich besitzt Michael Roselli, Head of Video, einen 2016er Chevrolet SS und einen 2017er Chevrolet Bolt.
Die Werkstätten der Mitarbeiter von Motor1 spiegeln ein breites Spektrum an Prioritäten wider, von Praktikabilität bis hin zu reiner Automobilbesessenheit. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst diejenigen, die ihre Tage damit verbringen, über Autos zu diskutieren, immer noch vor den gleichen Entscheidungen stehen: Bedürfnisse, Wünsche und das gelegentliche unvollendete Projekt in Einklang zu bringen.
