Colin Chapman baute Lotus auf Messers Schneide. Seit 1952 stellt das Unternehmen Sportwagen her, die entweder ein technisches Wunder oder ein finanzielles Desaster sind. Oft beides. Manche Modelle sollten exklusiv sein, andere floppten einfach, weil die Käufer nicht genau vorhersehbar sind. Hier ist die Realität dessen, was sich bewegt hat. Und was nicht.
Wir zählen die zehn größten Verkäufer auf. Es ist eine Mischung aus Klassikern und Survival-Kits.
10. Lotus Seven (1957–73): 2.477 verkauft
Es ist der Vorfahre. Ein einfacher offener Zweisitzer. Chapmans Idee war brutale Effizienz. Sie fahren damit von Dienstag bis Freitag zur Arbeit. Dann reißt man es auseinander, schweißt ein paar Dinge und fährt am Sonntag Rennen. Wenn Sie sich besonders gewagt oder vielleicht billig gefühlt haben, haben Sie einen „komplett zerlegbaren“ Bausatz gekauft. Bauen Sie es selbst zusammen und sparen Sie die Steuer. Einfache Mathematik.
9. Lotus Esprit (1976–90): 2.919 verkauft
Hollywood übernahm das Marketing. Lotus parkte einen Esprit vor dem Londoner Büro des James-Bond-Produzenten Cubby Broccoli. Sie warteten. Er kaufte eines für The Spy Who Loved Me. Der Film ist passiert. Es folgten Verkäufe. Das Design war scharf, die Handhabung war traumhaft und die kostenlose Werbung belebte den Erfolg der Marke. Fragen Sie einfach nicht nach den Unterwasserraketenwerfern. Bei der Straßenversion waren sie nicht optional.
8. Lotus Exige 2S (2006–2011): 3.306 verkauft
Dieses Ding kam direkt aus dem Rennsport. Es hatte einen Toyota-Motor mit Kompressoraufladung. Das Publikum am Trackday war begeistert. Die Handhabung erfolgte mit messerscharfer Schärfe. Noch wichtiger war, dass sie mehr Schlagkraft hatte als eine Standard-Elise. Die Leute kauften diese, um auf Rennstrecken herumzuhämmern, und so wurden viele aufgerüstet. Das mussten sie sein. Die Lagerausstattung war gut. Aber die Strecke verlangte mehr.
7. Lotus Elise 2 (1900–06): 4.535 Verkauft
GM hat das Problem mit Geld angegangen. Dies trug dazu bei, den Vauxhall VX220 in Großbritannien zu finanzieren. In Europa war es ein Opel Speedster. Gleiches Auto. Anderes Abzeichen. Die Elise der zweiten Generation bekam ein besseres Interieur. Der 1,8-Liter-Motor der K-Serie wurde optimiert. Der Stil ist dem M250-Konzept entlehnt und sieht aggressiver aus. Weniger zerbrechlich? Fraglich. Aber es hat sich gut verkauft.
6. Lotus Elan & S2 (1967–95): 4.655 Verkauft
Warte. Vorderradantrieb? Der Lotus M100 Elan hat es versucht. GM hat dieses Experiment finanziert. Es wurde ein 1,6-Liter-Isuzu-Motor verwendet. Turbo verfügbar. Eigentlich zuverlässig. Vielleicht zu zuverlässig oder einfach zu seltsam. Lotus konnte es nicht profitabel machen. Sie verkauften die Rechte an Kia. Kia machte es noch drei Jahre lang weiter. Erster FWD-Lotus. Letzter. Wahrscheinlich das Beste.
5. Lotus Elan +2 (1967–74): 5.168 Verkauft
Wie bringt man mehr Leute in einen Zweisitzer? Sie fügen einen Fuß hinzu. Buchstäblich. Der Rücksitz ist eng, kaum menschengroß. Aber es existiert. Der Twin-Cam-Motor erhielt mehr Leistung, um die zusätzliche Masse zu transportieren. Es war auch das erste Mal, dass man das Ding nicht selbst bauen musste. Der Verkauf eines kompletten Autos bedeutete weniger Montagefehler. Höhere Zuverlässigkeit. Mehr Verkäufe.
4. Lotus Elise (1997–01): 8.613 verkauft
Dieses Auto bewahrte Lotus vor dem Bankrott. Keine Beschönigung. Der Einstieg war ein Training. Hohe Einstiegsleiste. Das Dach lässt sich bei Sturm schwerer zusammenklappen als ein nasses Zelt. Wen kümmerte es? Es war hell. Die Lenkung war pur. Das war genug. Den Fans machte das Unbehagen nichts aus. Sie wollten nur die Verbindung. Sie haben es verstanden.
3. Lotus Elise S 111 (2002–11): 8.628 Verkauft
Toyota hat den Tag wieder einmal gerettet. Nicht der erste japanische Motor in einem Lotus. Aber dieses 189 PS starke Setup erfüllte tatsächlich die US-Abgasnormen. Endlich. Amerikanische Kunden bekamen die Marke in die Hände. Das zusätzliche Übersetzungsverhältnis hat geholfen. Macht hat geholfen. Es war die erste Elise, die in den USA verkauft wurde, ohne dass eine Lücke nötig war. Ein Meilenstein in Aluminium verpackt.
