Trotz der Aufhebung eines wichtigen staatlichen Anreizes stiegen die Verkäufe von Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen (PHEV) in Australien im Jahr 2025 um 130,9 % und erreichten insgesamt 53.484 Einheiten. Dieses Wachstum zeigt eine deutliche Verschiebung der Verbrauchernachfrage, da PHEVs mittlerweile 4,3 % aller Neuwagenverkäufe ausmachen.
Das Ende des FBT-Vorteils und anhaltendes Wachstum
Am 1. April 2025 hat Australien die Befreiung von der Fringe Benefits Tax (FBT) für PHEVs abgeschafft. Das FBT ermöglichte es Unternehmen zuvor, Steuerabzüge für als Firmenwagen bereitgestellte PHEVs zu beantragen, was sie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiver machte. Trotz dieser Änderung stieg der Umsatz dramatisch an, was auf zwei Schlüsselfaktoren zurückzuführen ist:
- Erschwinglichere Optionen: Eine Welle neuer PHEV-Modelle, insbesondere von chinesischen Marken wie BYD, GWM und anderen, kam zu niedrigeren Preisen auf den Markt.
- Neue Fahrzeugsegmente: Die Einführung der ersten PHEV-Fahrzeuge, die von BYD, Ford und GWM entwickelt wurden, eröffnete ein neues Segment, das Käufer anzog, die sowohl elektrische Effizienz als auch Nutzen suchten.
BYD dominiert den Markt
BYD entwickelte sich zur führenden PHEV-Marke in Australien und eroberte über 50 % des Marktanteils. Ihr Erfolg ist größtenteils auf die Beliebtheit des BYD Shark 6 zurückzuführen, der seinen nächsten Konkurrenten um fast zwei zu eins übertraf. Die frühe Ankunft des Shark 6 (Auslieferung begann im Februar) verschaffte ihm einen Vorteil, aber seine Dominanz im PHEV-Ute-Segment ist unbestreitbar.
Zu den weiteren bemerkenswerten BYD-Modellen zählen der Sealion 6 und der Haval H6. Die gesamten PHEV-Verkäufe der Marke stiegen im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 337,7 %.
Mitsubishi steht vor Rückschlägen
Mitsubishi, einst Spitzenreiter auf dem australischen PHEV-Markt, verzeichnete deutliche Rückgänge. Die Marke war gezwungen, die Produktion ihres Eclipse Cross-Modells einzustellen, da neue Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden, was zu einem Verkaufsrückgang von 45,2 % für die PHEV-Version führte. Der aktualisierte Outlander PHEV verzeichnete ebenfalls einen Verkaufsrückgang um 32,9 %. Diese Rückschläge ermöglichten es BYD, Mitsubishi als meistverkaufte PHEV-Marke des Landes zu überholen.
Erweiterung der Markenlandschaft
Neben BYD verzeichneten mehrere andere Marken im Jahr 2025 einen Anstieg der PHEV-Verkäufe:
- Mazda: Plus 16 %
- BMW: Anstieg 287,3 %
- Lexus: Anstieg um 256,4 % (angetrieben durch die Einführung des RX PHEV und ein verbessertes Angebot)
Newcomer wie GWM, Chery, Geely und Omoda Jaecoo traten ebenfalls in den PHEV-Markt ein und sorgten für zusätzlichen Wettbewerb.
Das schnelle Wachstum des australischen PHEV-Sektors trotz politischer Änderungen unterstreicht die klare Präferenz der Verbraucher für Elektrofahrzeugtechnologie, angetrieben durch Erschwinglichkeit, erweiterte Modelloptionen und die Attraktivität von Hybrid-Nutzfahrzeugen. Dieser Trend deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach PHEVs auch ohne staatliche Anreize weiter steigen wird, da immer mehr Hersteller in diesem Bereich konkurrieren.
