Der Renault 4 wird seit langem für sein nostalgisches Design und seine praktische Elektromobilität gefeiert, doch jetzt hat der französische Autohersteller eine Variante auf den Markt gebracht, die Liebhaber der Automobilgeschichte direkt anspricht: den Plein Sud. Dieses neue Modell verfügt über ein faltbares Stoffdach, eine direkte Hommage an die Cabrio-Option des ursprünglichen Renault 4 aus den 1960er-Jahren.
Der Plein Sud wurde fast ein Jahr nach dem Debüt des Standard-Crossovers mit festem Dach auf den Markt gebracht und stellt einen strategischen Schritt dar, um die Attraktivität des EV-Segments durch die Kombination von Retro-Charme mit moderner Funktionalität zu steigern. Obwohl es nicht das vollständige Open-Air-Erlebnis eines herkömmlichen Cabriolets bietet, wirft seine einzigartige Positionierung auf dem Markt interessante Fragen darüber auf, wie Hersteller „Convertibility“ im Elektrozeitalter neu definieren.
Design und Funktionalität: Mehr als ein Schiebedach
Der Begriff „Cabrio“ könnte etwas irreführend sein, da das Dach eher wie ein großes Glasschiebedach funktioniert, als dass es sich vollständig nach hinten versenkt. Allerdings betont Renault das schiere Ausmaß der Eröffnung. Mit 80 x 92 cm ist die Öffnung deutlich größer als bei Konkurrenzmodellen und sorgt so für ein einzigartiges Raum- und Lichtgefühl im Innenraum.
„Es ist kein echtes Cabriolet, aber die Öffnung ist breiter als bei der Konkurrenz, was es in seinem Segment einzigartig macht.“
Diese Designwahl deutet auf einen Trend auf dem Elektrofahrzeugmarkt hin, bei dem Hersteller der Kabinenatmosphäre und dem wahrgenommenen Luxus Vorrang vor traditioneller mechanischer Komplexität geben. Durch das Angebot einer großen Verdecköffnung möchte Renault den emotionalen Reiz des Offenfahrens einfangen, ohne die strukturellen Kompromisse oder Gewichtseinbußen eines Vollcabrio-Fahrgestells.
Leistung und Effizienz: Die Kosten des Stils
Mechanisch bleibt der Plein Sud identisch mit dem Standard-Renault 4. Er behält den 148 PS-Frontmotor und den 52-kWh-Akku. Folglich bleibt die Fahrdynamik unverändert, mit einer Sprintzeit von 0 auf 100 km/h von 8,2 Sekunden und einem Kofferraumvolumen von 420 Litern.
Allerdings hat die Hinzufügung des Dachmechanismus spürbare Auswirkungen auf die Effizienz. Das Mehrgewicht und der leichte Luftwiderstand durch die Dachkonstruktion führen zu einer geringfügigen Reduzierung der Reichweite:
* Standardreichweite des Renault 4: 245 Meilen
* Plein Sud Reichweite: 242 Meilen
Während ein Unterschied von 3 Meilen für die meisten täglichen Pendler vernachlässigbar ist, verdeutlicht er die anhaltende technische Herausforderung bei Elektrofahrzeugen: das Gleichgewicht zwischen zusätzlichen Funktionen und Gewicht und Batterieeffizienz. Für Käufer, die Wert auf maximale Reichweite legen, bleibt das Festdachmodell die effizientere Wahl.
Sicherheit und Technologie: Neue Standards erfüllen
Über seinen ästhetischen Reiz hinaus dient der Plein Sud als Plattform für Renault, um aktualisierte Sicherheitstechnologie einzuführen. Die Variante entspricht nun dem strengen EU-Sicherheitsstandard GSR2.3, wodurch sich die Gesamtzahl der Sicherheitsmerkmale auf 28 erhöht. Zu den wichtigsten Ergänzungen gehören:
* Kamera zur Überwachung der Ermüdung des Fahrers: Erkennt Anzeichen von Müdigkeit, um den Fahrer zu warnen.
* Not-Aus-System: Erhöht die Sicherheit in kritischen Situationen.
Diese Aktualisierungen spiegeln den allgemeinen Wandel der Branche hin zu proaktiven Sicherheitssystemen wider, der vom passiven Schutz zur aktiven Prävention übergeht.
Preise und Ausstattungsvarianten
Der Plein Sud kommt mit einem Aufpreis auf den Markt und kostet ab 27.445 £ (einschließlich des britischen Zuschusses für Elektroautos in Höhe von 3.750 £). Dies stellt einen Aufpreis von 1.500 £ gegenüber dem Standardmodell dar und positioniert es als wünschenswertes, aber erschwingliches Upgrade für diejenigen, die eine markantere Ästhetik suchen.
Das Sortiment ist in zwei Hauptausstattungen unterteilt:
