Ford macht seine „hands-off“-Fahrtechnologie BlueCruise für weitere Modelle verfügbar: den Puma, den Kuga und den elektrischen Puma Gen-E. Diese Erweiterung erhöht die Zugänglichkeit des teilautonomen Fahrens für Ford-Kunden in Europa erheblich.
BlueCruise: Ein Schritt über die Standard-Fahrerassistenz hinaus
BlueCruise unterscheidet sich von typischen adaptiven Geschwindigkeitsregelsystemen von Wettbewerbern wie BMW und Mercedes-Benz. Während bei der Verwendung von Radar und Kameras zur Geschwindigkeits- und Spurhaltung ein ähnlicher Ansatz besteht, ermöglicht BlueCruise dem Fahrer unter bestimmten Bedingungen, die Hände vorübergehend vom Lenkrad zu nehmen. Diese Funktion ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal auf dem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS).
Bisher exklusiv für den Mustang Mach-E, wird BlueCruise nun in die „BlueCruise Edition“-Ausstattungen des Puma und Kuga integriert. Bemerkenswert ist, dass Ford das System serienmäßig in diese Ausstattungen einbaut und so die Notwendigkeit einer separaten monatlichen Abonnementgebühr von 17,99 £ umgeht, die einige andere Hersteller erheben.
Betriebsgrenzen und „Blaue Zonen“
BlueCruise ist kein vollständig autonomes System; Fahrer müssen aufmerksam und jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Die Technologie funktioniert in vorab kartierten „Blauen Zonen“ – Autobahnabschnitten, die für den Freisprechbetrieb zugelassen sind. Ford unterstützt derzeit über 84.000 Meilen zugelassener Straßen in 16 europäischen Ländern, darunter wichtige britische Strecken wie die M25, M1 und M6.
Preise und visuelle Unterscheidung
Das günstigste mit BlueCruise ausgestattete Modell ist der elektrische Puma Gen-E, der nach Anwendung des staatlichen Zuschusses für Elektroautos 31.545 £ kostet. Die Puma BlueCruise Edition mit Verbrennungsmotor startet bei 33.995 £, während die Kuga-Version 41.995 £ kostet.
Diese Fahrzeuge sind leicht an ihrer exklusiven Außenlackierung in Vapour Blue zu erkennen, gepaart mit einem schwarzen Dach, schwarzen Spiegelkappen und schwarzen Leichtmetallfelgen.
Die Ausweitung von BlueCruise deutet darauf hin, dass Ford auf halbautonome Funktionen als wichtiges Verkaufsargument setzt. Dieser Schritt stellt die Marke in direkte Konkurrenz zu Tesla und anderen Autoherstellern, die ähnliche Technologien aggressiv vorantreiben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die regulatorischen Rahmenbedingungen und das Vertrauen der Fahrer im Zuge dieser Fortschritte in der Automobilautomatisierung weiterentwickeln werden.
