Der Cupra Raval, der erste Elektro-Supermini der Marke, steht kurz vor seinem offiziellen Debüt. Aktuelle Erlkönigaufnahmen zeigen ein serienreifes Modell, das ohne jegliche Tarnung die letzten Wintertests durchläuft. Dieses Auto markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg des Volkswagen-Konzerns zu zugänglicheren Elektrofahrzeugen und signalisiert einen breiteren Trend zu günstigeren Elektrofahrzeugen bei allen Marken.

Sportliches Design, schlanke Produktion

Der unverhüllte Raval zeigt eine sportliche Ästhetik, die eng mit dem Urban Rebel Concept verknüpft ist, auf dem er basiert. Eckige Scheinwerfer, aggressive Stoßfänger und bündige Türgriffe unterstreichen sein unverwechselbares Design. Es wurden zwei Varianten entdeckt: ein Standardmodell mit herkömmlichen LED-Scheinwerfern und eine höherwertige Version mit einer einzigartigen Lichtpunktanordnung für das Tagfahrlicht.

Beide Modelle verfügen über eine geformte Heckklappe mit durchgehender Beleuchtung und einem beleuchteten Emblem – Markenzeichen des modernen Cupra-Stils. Trotz seines aggressiven Aussehens fällt die relativ hohe Fahrhöhe des Wagens auf, wenn man bedenkt, dass er für die Supermini-Klasse im B-Segment konzipiert ist.

Leistung und Batterietechnik

Cupra positioniert den Raval als sportlichere Alternative zum kommenden Volkswagen ID. Polo. Das Auto wird ein VZ Extreme-Modell mit erhöhter Leistung und einem Sperrdifferenzial bieten. Beide Autos werden die gleichen technischen Komponenten haben.

Der Raval wird seine Batterien von einer neuen Montagelinie in Barcelona, ​​Spanien, beziehen, die jährlich bis zu 300.000 Batteriepakete produzieren kann. Die ersten Einführungsmodelle werden über Motoren mit 208 bzw. 223 PS verfügen und eine Reichweite von bis zu 280 Meilen bzw. 249 Meilen bieten. Spätere Modelle werden günstigere Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) enthalten, um einen Zielpreis von etwa 25.000 £ zu erreichen.

Produktion und Investition

Spanien wird als Produktionszentrum für erschwingliche Elektrofahrzeuge aller Marken des VW-Konzerns fungieren, darunter Cupra, Volkswagen und Skoda. Das neue MEB+-Chassis wird die Basis für Raval und ID sein. Polo, während der Skoda Epiq und der VW ID. Der T-Cross wird separat in Nordspanien montiert.

Die Batteriemontagelinie bringt zwei wichtige Fortschritte mit sich: die Verwendung billigerer LFP-Zellen neben Nickel-Mangan-Kobalt-Batterien (NMC) und ein „Cell-to-Pack“-Design, das Gewicht und Kosten reduziert, indem einige Rahmen um die Zellen herum entfallen.

Die Anlage stellt eine Investition von 300 Millionen Euro dar und wird alle 45 Sekunden mit einer Batterie betrieben, mit einer maximalen Jahreskapazität von 300.000 Einheiten. Die Anlage wird auch Solarenergie und Regenwassernutzung integrieren, um den Energieverbrauch und den Wasserverbrauch zu senken.

Ein Wendepunkt für die Elektrifizierung

Die Produktion des Cupra Raval ist Teil einer umfassenderen 10-Milliarden-Euro-Investition von VW und seinen Partnern in die Elektrifizierung Spaniens. Dieser Schritt verwandelt das Werk in Martorell in ein flexibles Produktionszentrum, das Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsmodelle verarbeiten kann. Mit einer Kapazität von bis zu 600.000 Autos pro Jahr repräsentiert Martorell ein Viertel der gesamten Fahrzeugproduktion Spaniens.

Der Cupra Raval verkörpert den Wandel hin zu zugänglicheren und leistungsorientierteren Elektrofahrzeugen. Seine Ankunft signalisiert das Engagement des VW-Konzerns, sein Angebot an Elektrofahrzeugen zu erweitern und gleichzeitig die Produktion zu rationalisieren und die Kosten durch innovative Batterietechnologie zu senken.