BMW stellt seinen legendären rotierenden iDrive-Controller aus dem Verkehr, und erste Tests deuten darauf hin, dass die meisten Fahrer ihn nicht vermissen werden. Das neue iDrive

Das Ende einer Ära

Seit über zwei Jahrzehnten ist das iDrive-Zifferblatt ein prägendes Merkmal von BMW-Fahrzeugen und taucht erstmals 2001 im 7er (E65) auf. Allerdings verschwindet es bereits aus kleineren Modellen und der iX3 markiert einen Wendepunkt. Laut Stephan Durach, Senior Vice President UI/UX Development bei BMW, war das erste Nutzerfeedback zu den iDrive

Dies geschieht trotz der Tatsache, dass BMW auch physische Lüftungsschieber entfernt und die Luftstromeinstellung im Touchscreen konsolidiert.

Warum das wichtig ist

Bei der Aufhebung physischer Kontrollen geht es nicht nur um die Ästhetik. Autohersteller drängen zunehmend auf minimalistische Innenräume, und auch Kosteneinsparungen spielen wahrscheinlich eine Rolle. Die Konsolidierung von Funktionen in Touchscreens und Sprachassistenten vereinfacht die Herstellung und reduziert die Komponentenkosten.

Die Verschiebung spiegelt aber auch einen breiteren Trend wider: Fahrer passen sich an digitale Schnittstellen an. Jüngere Generationen, die an Smartphones und Tablets gewöhnt sind, sind mit Touchscreen-Bedienelementen vertrauter. Unterdessen verspricht der Sprachassistent der nächsten Generation von BMW, der auf Amazon Alexa+ basiert, eine natürlichere und intuitivere Möglichkeit, Einstellungen anzupassen.

Was als nächstes kommt

BMW plant, iDrive X bis Ende nächsten Jahres in 40 neuen oder überarbeiteten Modellen einzuführen. Einige Fahrzeuge, wie die X4-, Z4- und 8er-Serie, erhalten das Update aufgrund ihres End-of-Lifecycle-Status nicht.

Der Übergang ist nicht ohne Kritik. Einige Fahrer, insbesondere diejenigen, die physische Tasten für häufig genutzte Funktionen bevorzugen, werden sich der Änderung wahrscheinlich widersetzen. BMW scheint jedoch zuversichtlich, dass das neue System eine überzeugende Alternative bietet.

Der Übergang zu einer vollständig digitalen Benutzeroberfläche ist unvermeidlich, aber die richtige Balance zwischen Touchscreen-Bedienelementen und physischen Verknüpfungen zu finden, wird entscheidend sein, um alle Fahrer zufrieden zu stellen.

Die Entscheidung von BMW, auf den iDrive-Regler zu verzichten, unterstreicht einen breiteren Branchentrend zur Vereinfachung und Digitalisierung. Während einige den Verlust der taktilen Bedienelemente betrauern mögen, ist das Unternehmen davon überzeugt, dass die Fahrer für eine Zukunft, bei der die Berührung an erster Stelle steht, bereit sind.