Kunden, die sich ans Steuer eines Xiaomi-Elektroautos setzen möchten, müssen mit deutlich kürzeren Wartezeiten rechnen. Zwei beliebte Modelle, das SU7 Pro und das SU7 Max, können sich nun mit Lieferfristen zwischen 6 und 9 Wochen rühmen – eine dramatische Veränderung gegenüber der vorherigen 30-wöchigen Wartezeit. Diese schnelle Abwicklung bedeutet wahrscheinlich eine Steigerung der Produktionskapazitäten in Xiaomis Fabriken oder vielleicht sogar eine Änderung des Auftragsvolumens.
Dieser beschleunigte Zeitplan bedeutet, dass eifrige Käufer, die heute Bestellungen aufgeben, ihre Fahrzeuge möglicherweise noch vor Jahresende erhalten könnten, was angesichts möglicher Kaufsteueranreize, die für Lieferungen im Jahr 2026 auslaufen, von Vorteil sein könnte. Interessanterweise bleibt das einfachere SU7-Standardmodell immer noch bei einem Lieferfenster von 29 bis 32 Wochen, was eine interessante Diskrepanz innerhalb der Produktionsstrategie von Xiaomi verdeutlicht.
Der leistungsorientierte SU7 Ultra, basierend auf dem Standardmodell, hat seit September seine konstant schnelle Lieferzeit von 6 bis 9 Wochen beibehalten. Unterdessen muss man bei einem anderen Modell, dem Xiaomi YU7, weiterhin mit einer längeren Wartezeit von 32 bis 38 Wochen rechnen.
Produktionshochlauf treibt Auslieferungen voran
Diese überarbeiteten Lieferzeiten folgen Berichten von Sina Anfang November 2025, in denen die ehrgeizigen Expansionspläne von Xiaomi Auto dargelegt wurden. Das Unternehmen will seine derzeitige Produktionskapazität durch die Eröffnung dreier neuer Fabriken sprengen: Peking Phase II, Peking Phase III und die Fabrik in Wuhan. Xiaomis Ziel? Bis 2026 sollen mehr als 1 Million Fahrzeuge pro Jahr produziert werden, mit dem Ziel, im darauffolgenden Jahr 1,2 Millionen Einheiten zu erreichen.
Dieses aggressive Ziel scheint angesichts der aktuellen operativen Intensität von Xiaomi Auto in greifbarer Nähe. In früheren Berichten für das Jahr 2025 hob das Unternehmen hervor, dass seine Phase-I-Fabrik in Peking mit einer nahezu beispiellosen Auslastung von nahezu 200 % arbeitet – was weit über den Industriestandards liegt. Ausgelegt für eine Jahresproduktion von 150.000 Einheiten, konnte das Werk durch den kontinuierlichen Zweischichtbetrieb eine deutlich höhere Produktion erzielen. Zu diesem Kapazitätspotenzial kommt noch die bevorstehende Phase-II-Fabrik in Peking hinzu, ebenfalls mit einem Ziel von 150.000 Einheiten, die mit der gleichen erhöhten Geschwindigkeit arbeiten wird, wenn alles nach Plan verläuft.
Noch mehr Feuerkraft zeichnet sich ab: Die Pekinger Phase II Plus (Montagewerkstatt der Phase III) ist darauf vorbereitet, nach dem chinesischen Neujahr im Jahr 2026 mit der Einführung von Fahrzeugen zu beginnen, und die Phase-I-Fabrik in Wuhan soll im Mai 2026 eröffnet werden. Mit einer prognostizierten monatlichen Kapazität von 35.000 Einheiten bis Oktober dieses Jahres signalisiert dies das unerschütterliche Engagement von Xiaomi Auto, die Produktion zu steigern. Wenn diese ehrgeizigen Expansionspläne reibungslos umgesetzt werden – gepaart mit möglichen Akquisitionsstrategien – könnte Xiaomi Auto tatsächlich sein Ziel von 1,2 Millionen Einheiten pro Jahr erreichen.
Diese Entwicklungen unterstreichen das rasant zunehmende Tempo des chinesischen Marktes für Elektrofahrzeuge, wobei Neueinsteiger wie Xiaomi etablierte Akteure aggressiv herausfordern und die Grenzen der Produktionskapazität verschieben. Es bleibt abzuwarten, ob diese aggressiven Ziele in einem hart umkämpften Sektor zu nachhaltigem Erfolg führen werden.








