Der Honda CR-V der sechsten Generation ist deutlich gewachsen und erreicht nun eine Länge von über 4,7 Metern. Er ist seinen „Compact Runabout“-Wurzeln offiziell entwachsen und hat sich zu einem großzügigen, geräumigen Familien-SUV entwickelt. Obwohl es sich durch Laufruhe und Sicherheit auszeichnet, steht es in starker Konkurrenz durch preisgünstigere Konkurrenten und hocheffiziente Hybridfahrzeuge.
Fahrdynamik: Laufruhe vor Geschwindigkeit
Der CR-V basiert auf einem 2,0-Liter-Atkinson-Motor in Kombination mit einem Elektromotor. Ganz gleich, ob Sie sich für den Standard-Hybrid (e:HEV ) oder den Plug-in-Hybrid (PHEV ) entscheiden, das Fahrerlebnis zeichnet sich durch nahtlosen, elektroähnlichen Fortschritt aus.
- Das Hybrid-Erlebnis: Der Motor fungiert in erster Linie als Generator, um Elektromotoren anzutreiben, was zu einer ruckfreien Fahrt führt. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten, die E-CVT-Systeme verwenden, die beim Beschleunigen zu hohen Motordrehzahlen führen können, fühlt sich das Honda-System bei Autobahngeschwindigkeiten raffinierter und vorhersehbarer an.
- Leistung: Mit 181 PS ist der CR-V eher „angemessen“ als aufregend. Er beschleunigt in etwa 9,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h – gut für den Familienbetrieb, kann aber nicht mit der schnellen Beschleunigung eines Tesla Model Y mithalten.
- Handling und Fahrverhalten: Die Lenkung ist präzise und einfach zu bedienen, von Stadtstraßen bis hin zu kurvigen Landstraßen. Allerdings kann sich das Auto in Kurven „nasenlastig“ anfühlen und die Fahrt auf raueren Oberflächen kann selbst mit standardmäßigen 18-Zoll-Rädern unruhig werden.
Praktikabilität und Technologie
Für Familien bietet der CR-V ein hohes Maß an serienmäßiger Sicherheitstechnik. Insbesondere sind die Fahrerassistenzsysteme von Honda tendenziell weniger aufdringlich als die Systeme vieler Konkurrenzfahrzeuge.
„Die Kameraübertragung vom linken Außenspiegel … erwies sich als echter Segen beim Spurwechsel auf einer stark befahrenen Autobahn bei nassen oder trüben Bedingungen.“ — Chris Rosamond
Wichtige technische Highlights:
* Einstellbares regeneratives Bremsen: Im Gegensatz zu vielen Hybridfahrzeugen können Sie die Verzögerungsrate mithilfe der Lenkradwippen anpassen, was eine bessere Kontrolle ohne ständigen Einsatz des Bremspedals ermöglicht.
* Sicherheitsschnittstelle: Ein kleiner Nachteil ist das Software-Layout; Bestimmte Sicherheitswarnungen, wie z. B. die Geschwindigkeitsbegrenzungswarnung, müssen bevor Sie losfahren, über den Touchscreen deaktiviert werden, da das Menü gesperrt wird, sobald das Auto in Bewegung ist.
Effizienz und Betriebskosten
Hier steht der CR-V vor seinen größten Herausforderungen. Obwohl es sich um ein leistungsstarkes Fahrzeug handelt, werden Effizienz und Preis stark von der Hybridarchitektur beeinflusst.
Die hybride Kluft
- e:HEV (Standard-Hybrid): Bietet respektable 42,8 mpg, obwohl seine Effizienz leicht durch die Tatsache beeinträchtigt wird, dass alle Modelle mit Allradantrieb ausgestattet sind.
- e:PHEV (Plug-in-Hybrid): Verfügt über eine beeindruckende offizielle elektrische Reichweite von 49,1 Meilen. Bei gemischter Fahrweise in der Praxis sollten Benutzer jedoch mit einem Kraftstoffverbrauch von etwa 49 mpg rechnen, sobald die Batterie leer ist.
Der Kostenfaktor
Der CR-V liegt in der Premium-Preisklasse und beginnt bei über 48.000 £. Damit steht er in direkter Konkurrenz zu Luxus-SUV-Optionen.
- Steuervorteile: Das PHEV-Modell ist aufgrund seines geringen CO2-Ausstoßes von 18 g/km eine gute Wahl für Firmenwagenfahrer und liegt damit in einer günstigen Steuerklasse.
- Die Nachteile: Der CR-V ist teurer in der Versicherung als viele Konkurrenten (in den Versicherungsgruppen 34–37) und unterliegt einem Steuerzuschlag für Luxusautos, da sein Erstpreis 40.000 £ übersteigt. Darüber hinaus fehlt in der britischen Modellreihe aufgrund der Hybridbatteriekonfiguration eine Siebensitzer-Option, die in anderen Märkten in Benzinversionen erhältlich ist.
Urteil
Der Honda CR-V ist ein polierter, hochwertiger SUV, bei dem Laufruhe und Sicherheit im Vordergrund stehen, was ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für entspanntes Familienfahren macht. Aufgrund des hohen Einstiegspreises, der höheren Versicherungskosten und der Präsenz effizienterer, günstigerer Konkurrenten wie dem Toyota RAV4 müssen Käufer jedoch das Premium-Gefühl gegen die langfristigen Betriebskosten abwägen.
Zusammenfassung: Ein raffinierter und geräumiger Familien-SUV, der sich durch Laufruhe und Sicherheit auszeichnet, aber einen höheren Preis und höhere Betriebskosten aufweist als einige seiner effizienteren Konkurrenten.
