Schnee, der sich in Ihrem Profil festsetzt, und Glatteis, das auf dem Asphalt lauert, sind die beiden Killer für die Traktion. Wenn der Halt nachlässt, sind Ketten Ihre mechanische Lebensader. Aber der Kauf des falschen Sets oder die falsche Installation machen ein Sicherheitswerkzeug zu einer Gefahr. Sie brauchen die richtige Passform, die richtigen Gesetze auf Ihrer Seite und die Disziplin, langsam zu fahren.
Überprüfen Sie vor dem Kauf die örtlichen Gesetze
Nicht jeder schneebedeckte Bergpass erlaubt Ketten. In einigen Regionen sind sie in milden Wintern oder bestimmten Monaten ganz verboten. Selbst an Orten, an denen dies zulässig ist, ändern sich die Beschränkungen. Rufen Sie Ihr örtliches Verkehrsministerium an oder prüfen Sie die offiziellen Websites zum Straßenzustand. Gehen Sie nicht allein aufgrund der geografischen Lage von Legalität aus. Vorschriften verschieben sich.
Größe und Passform sind wichtig
Ketten müssen genau zu Ihrer Reifenbreite und Ihrem Reifendurchmesser passen. Schauen Sie sich die Seitenwandnummern an. Eine Nichtübereinstimmung bedeutet schlechte Traktion oder, schlimmer noch, Schäden. Aber die Größe ist nicht der einzige Faktor. Sie benötigen eine Freigabe. Messen Sie den Abstand zwischen Ihrem Reifen und dem Radkasten, den Aufhängungskomponenten und den Bremsleitungen. Manche Sportwagen oder tiefergelegte SUVs bieten einfach keinen Platz für sperrige Ketten. Denken Sie auch an die Lagerung. Ketten sind schwer, unhandlich und nehmen viel Kofferraum oder Laderaum ein. Stellen Sie sicher, dass Sie sie nach Hause tragen können.
Einbau: Nur auf Antriebsrädern
Hier machen viele Autofahrer kostspielige Fehler. Ketten gehören nur auf die Antriebsräder. Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb sind das die Vorderreifen. Hinterradantrieb? Hinterreifen. Allradantrieb? Es ist kompliziert. Sehen Sie in Ihrer Bedienungsanleitung nach. Einige AWD-Systeme erfordern Ketten an allen vier Rädern. Andere erlauben nur eine Achse. Durch die Verwendung der falschen Achse können Differenziale oder Verteilergetriebe beschädigt werden. Raten Sie niemals.
Schritt-für-Schritt-Installation
Suchen Sie sich einen flachen, sicheren Ort. Dafür sind Pull-Offs konzipiert. Breiten Sie die Ketten völlig flach aus. Verwicklungen verschwenden Zeit und führen zu Fehlern.
- Drapieren Sie die Kette über den Reifen.
- Verbinden Sie das innere und das äußere Ende auf der Ihnen zugewandten Seite. Verwenden Sie die vorgesehenen Haken oder Klammern.
- Rollen Sie das Fahrzeug langsam vorwärts. Dadurch wird die Kette in die Lauffläche gezogen.
- Sichern Sie die äußeren Seitenanschlüsse.
Bei manchen Ketten müssen Sie ein paar Meter fahren, um sie richtig zu spannen. Andere erfordern eine manuelle Anpassung. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers.
Sofort festziehen
Halten Sie nach etwa 5 Metern Fahrt an und ziehen Sie die Ketten wieder fest. Metall dehnt sich. Kalte Verträge. Die Erstinstallation ist niemals endgültig. Lose Ketten schlagen gegen Ihre Radkästen und beschädigen Lack, Sensoren und Karosserie. Ziehen Sie sie fest, bis sie fest sitzen, den Reifen aber nicht zerdrücken.
Fahrdynamik: Langsamer fahren
Ketten verändern das Verhalten Ihres Autos. Sie sind nicht zum Cruisen geeignet. Die Geschwindigkeitsbegrenzung für die Verwendung von Ketten liegt normalerweise bei 48 km/h. Halten Sie sich an sie. Schnelleres Fahren erzeugt Wärme, beschleunigt den Verschleiß und verringert die Traktion. Die Ketten können wegfliegen. Oder noch schlimmer: Sie können Ihre Bremsleitungen oder Querlenker zerstören.
Beschleunigen Sie sanft. Bremsen Sie früh. Langsam abbremsen. Plötzliche Eingaben unterbrechen die Traktion. Die Ketten greifen, aber Ihr Schwung ist egal.
Gebrochene Ketten sind Notfälle
Wenn eine Kette reißt oder sich löst, halten Sie sofort an. Fahren Sie nicht auf defekten Links. Sie wirken wie ein Dreschflegel und schlagen bei jeder Drehung auf Ihr Auto ein. Dadurch werden Reifen, Felgen und Karosserieteile zerstört. Wenn Sie es nicht reparieren können, entfernen Sie die Ketten vollständig. Fahren Sie mit äußerster Vorsicht zum nächstgelegenen sicheren Ort. Keine Kette ist besser als eine kaputte.
Entfernen Sie die Ketten auf freien Straßen
Sobald Schnee und Eis verschwunden sind, nehmen Sie die Ketten ab. Das Fahren mit Ketten auf trockener Fahrbahn zerstört Ihre Reifen. Es beschädigt auch die Straßenoberfläche. Viele Gerichtsbarkeiten bestrafen Autofahrer für die Kettennutzung auf freien Straßen. Es geht nicht nur um Verschleiß. Es geht um Sicherheit und Recht.
Häufige Fragen
Welche Schneeketten lassen sich am einfachsten anbringen?
Suchen Sie nach „Easy-Fit“-Modellen. Thule Easy Fit und Michelin Easy Grip sind für eine schnelle Schnappmontage konzipiert. Sie reduzieren das Fummeln bei kaltem Wetter.
Wie schnell darf man mit Schneeketten fahren?
Überprüfen Sie die Herstellerbewertung. Die meisten empfehlen 30 mph (48 km/h) oder langsamer. Einige Hochleistungsketten ermöglichen etwas höhere Geschwindigkeiten, aber langsam ist immer sicherer.
Welche Reifenkettengröße benötige ich?
Passen Sie die Kettengröße an die Seitenwandmarkierung Ihres Reifens an (z. B. 225/65R17). Präzision zählt.
Sind Schneeketten schädlich für die Reifen?
Nur bei freier Fahrt. Auf Schnee und Eis bieten sie Schutz. Auf Asphalt sind sie zerstörerisch.
Sind Reifenkabel genauso gut wie Ketten?
Kabel sind leichter und einfacher zu verstauen. Sie ermöglichen etwas höhere Geschwindigkeiten. Allerdings sind Ketten langlebiger und bieten eine bessere Traktion im Tiefschnee. Wählen Sie je nach Bedarf.








