Einen Weg zu finden, die Raddrehung in nutzbare Energie umzuwandeln, ist nicht gerade neu. Goodyear begann schon vor Jahren, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Der amerikanische Reifenhersteller befasste sich mit thermoelektrischen und piezoelektrischen Komponenten. Die Idee war einfach. Verwandeln Sie Wärme und Bewegung in Strom. Laden Sie die Batterien in Elektro- oder Hybridautos auf.
Sumitomo will das gleiche Ergebnis. Sie haben einfach einen anderen Weg eingeschlagen.
Statische Reibung in der Seitenwand
Sumitomo hat eine Partnerschaft mit der Kansai-Universität in Japan geschlossen. Ziel war es, statische Elektrizität auszunutzen. Diese Ladung entsteht durch Reibung. Konkret handelt es sich um die Reibung, die dadurch entsteht, dass sich der Reifenmantel bei der Bewegung verformt.
Das Gerät sieht aus wie eine kleine Box. Sie stecken es in einen Standardreifen. In dieser Box befinden sich zwei Lagen Gummi. Jede Schicht hat eine Elektrode. Es gibt auch einen negativ geladenen Film, der einen positiv geladenen Film berührt.
Rollen Sie den Reifen. Die Folien reiben aneinander. Dadurch entsteht statische Elektrizität. Diese Energie können Sie dann wieder zurückgewinnen.
„Das System könnte Reifendrucksensoren und andere energiesparende Fahrzeugausrüstung mit Strom versorgen.“
Forscher sagen, dass dieser Aufbau TPMS-Sensoren mit Strom versorgen könnte. Vielleicht auch andere energiesparende elektrische Komponenten. Sie haben keine Daten zur Ladekapazität veröffentlicht. Die Box ist klein. Die erzeugte Energie ist wahrscheinlich nicht riesig.
Könnte man mehrere Geräte in einen Reifen stecken? In Reihe schalten? Das könnte sich tatsächlich summieren.
Das Goodyear BH03-Konzept
Das bringt uns zurück zu Goodyear. Auf dem Genfer Autosalon präsentierten sie ihr eigenes Konzept. Es heißt BH03. Es ist immer noch nur ein Konzept. Aber es zielt darauf ab, etwas Ähnliches zu tun.
Der Reifen kombiniert thermoelektrische und piezoelektrische Elemente. Der thermoelektrische Teil verwendet eine spezielle „ultraschwarze“ Gummitextur. Dadurch wird Wärme absorbiert. Die Wärme kommt von der Sonne, wenn das Auto geparkt ist.
Der piezoelektrische Teil ist in die Karkasse eingewebt. Es reagiert auf Rollen. Es reagiert auf Verformung.
Genaue Leistungszahlen nannte Goodyear nicht. Sie behaupteten lediglich, es könne die Reichweite eines Elektrofahrzeugs erhöhen. Die Energierückgewinnung ist derzeit ein großer Schwerpunkt für Hersteller.
Auf dem Papier sieht die Goodyear-Idee verführerisch aus. Die Reibungsmethode von Sumitomo bietet einen anderen Blickwinkel. Man setzt auf Hitze und Druck. Der andere beruht auf statischer Aufladung durch Bewegung.
Welcher Ansatz bringt tatsächlich Leistung? Wir werden es nicht wissen, bis es jemand baut. Und testet es. Im Moment sind beides nur Konzepte, die auf eine Validierung in der Praxis warten.
Goodyears Radfelgen-Energiegewinnung
Die technischen Fragen beschränken sich nicht auf den Reifen selbst. Man muss sich das Konvertierungssystem ansehen. Und die Stromabgabe an die Batterie. Das Konzept impliziert ein spezifisches Felgendesign. Etwas, das die Lücke zwischen dem Gummi und dem Energierückgewinnungsmodul schließt. Wir wissen nicht, ob die Stromerzeugung mit der Fahrzeuggeschwindigkeit wächst. Goodyear sagt es nicht. Es gibt keinen Zeitplan für eine Produkteinführung. Überhaupt keine.
Es erinnert an ein weiteres ehrgeiziges Projekt. Audi arbeitet an etwas Ähnlichem. Ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung erforscht die federungsbasierte Stromerzeugung. Betrachten Sie es als ein System zur Rückgewinnung kinetischer Energie. Doch statt zu bremsen, nutzen sie Wärme.
Wärme aus der Aufhängungsreibung einfangen
Die Logik ist einfach. Aufhängungskomponenten werden heiß. Audi gibt die Temperaturspitzen zwischen 100 und 125 °C an. Das ist genug Wärmeenergie, um etwas Nützliches zu tun. Der deutsche Autohersteller hat einen Dämpfer entwickelt. Es enthält einen Generator, der mit der mechanischen Bewegung des Teils synchronisiert ist.
„Audi gibt an, dass die Fahrwerkstemperatur zwischen 100 und 125 °C ansteigt.“
Die Idee besteht darin, diese Abwärme einzufangen. Wandeln Sie die mechanische Bewegung in Elektrizität um. Dies ist eine effiziente Möglichkeit, Energie zu recyceln, die andernfalls in die Luft gelangen würde.
Es existiert keine Roadmap. Audi gibt kein Veröffentlichungsdatum bekannt. Die Technologie bleibt in den Laboren. Genau wie die Felgenlösung von Goodyear. Beide Konzepte zeigen, wohin die Reise geht. Auf dem Weg, jedes mögliche Joule an Energie zu ernten. Sogar von den Dingen, die zittern und sich erhitzen.
