Die Mercedes-Benz S-Klasse bleibt der Maßstab für Luxusfahrzeuge, auch wenn neuere Modelle auf den Markt kommen. Zwischen 2013 und 2020 (Generation W222) bot er modernste Technologie, höchsten Komfort und ein Prestige, das nur wenige Autos erreichen können. Heutzutage sind diese Modelle aufgrund des Wertverlusts überraschend erschwinglich, obwohl Käufer sich der möglichen laufenden Kosten bewusst sein sollten. Dieser Ratgeber behandelt die wichtigsten Überlegungen zum Kauf einer gebrauchten S-Klasse aus dieser Zeit.

Wegweisender Luxus, jetzt in greifbarer Nähe

Mercedes-Benz steht seit langem an der Spitze der Automobilinnovation und die S-Klasse verkörpert dies. Seit den 1960er-Jahren hat die S-Klasse konsequent Technologien eingeführt, die später auch auf andere Fahrzeuge übergreifen, von fortschrittlichen Sicherheitssystemen bis hin zu beispiellosen Komfortfunktionen. Die 2013 eingeführte W222-Generation setzte diesen Trend fort und bot ein modernes, luxuriöses Erlebnis, das auch heute noch relevant ist.

Der entscheidende Vorteil ist jetzt der Preis. Durch den hohen Wertverlust ist eine gut gewartete S-Klasse aus dieser Zeit zum Preis eines Mittelklasse-Familienautos zu haben. Allerdings hat Luxus seinen Preis und die laufenden Kosten können erheblich sein.

Modellhistorie und Antriebsoptionen

Die S-Klasse W222 debütierte Mitte 2013 mit einer Reihe von Antriebssträngen. Zu den anfänglichen Optionen gehörten:

  • S350 Bluetec: Ein raffinierter 3,0-Liter-V6-Diesel, der für seine Kraftstoffeffizienz und seinen reibungslosen Betrieb bekannt ist.
  • S400 Hybrid: Ein 3,5-Liter-V6 gepaart mit einem Elektromotor, der moderate Einsparungen bei der Wirtschaftlichkeit bietet.
  • S500: Ein leistungsstarker 4,7-Liter-V8 mit starker Leistung.

Es folgten Hochleistungsvarianten:

  • S63 AMG: Ein 5,5-Liter-Twin-Turbo-V8 mit 577 PS.
  • S600 und S65 AMG: Ausgestattet mit einem riesigen 6,0-Liter-Twin-Turbo-V12, der extreme Leistung und Luxus bietet.

Ein Facelift im Jahr 2017 brachte aktualisierte Motoren, darunter einen neuen Reihensechszylinder-Diesel (S350d und S400d) und einen 4,0-Liter-Twin-Turbo-V8 (S560). Auch der Plug-in-Hybrid S500e reiht sich in das Angebot ein.

Für die meisten Käufer stellen die Dieselmodelle das beste Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Sie bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Leistung, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit und erfüllen gleichzeitig die modernen Abgasnormen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die S-Klasse ist komplex, was bedeutet, dass potenzielle Probleme bestehen. Zu den wichtigsten zu prüfenden Bereichen gehören:

  • Scheinwerfer: LED-Scheinwerfer können im Inneren beschlagen, sind aber auf Selbstreinigung ausgelegt. Das ist normal und kein Defekt.
  • Bremsen: Angesichts des Gewichts des Fahrzeugs und der leistungsstarken Motoren verschleißen die Bremsen schnell. Belagdicke und Rotorzustand prüfen.
  • Reifen: Hinterreifen unterliegen aufgrund des Drehmoments und der Gewichtsverteilung einem schnellen Verschleiß. Überprüfen Sie die Profiltiefen sorgfältig.
  • Automatikgetriebe: Alle S-Klassen verfügen über Automatikgetriebe. Sorgen Sie für reibungsloses Schalten ohne zu zögern.

Innenraum: Die S-Klasse verfügt über aufwendige Materialien und umfangreiche Serienausstattung, darunter Luftfederung, LED-Beleuchtung, Lederausstattung und ein High-End-Infotainmentsystem. Optionale Extras wie Panoramadächer, Burmester-Audio und Massagesitze steigern das Erlebnis deutlich.

Zuverlässigkeit und Rückrufe

Die S-Klasse musste in sieben Jahren 21 Rückrufe hinnehmen – eine überraschend hohe Zahl für ein Luxusfahrzeug. Zu den Problemen gehörten fehlerhafte Sicherheitsgurte, Softwarefehler und sogar Defekte an Motorkomponenten. Prüfen Sie, ob für das konkrete Auto, das Sie in Betracht ziehen, noch ausstehende Rückrufaktionen gelten.

Wartungsintervalle: Mercedes empfiehlt eine Wartung alle 12 Monate oder alle 15.500 Meilen. Die Wartungskosten können hoch sein, aber unabhängige Spezialisten bieten oft wettbewerbsfähige Preise an.

Alternativen

Während die S-Klasse hervorsticht, sind unter anderem folgende Konkurrenten in Betracht zu ziehen:

  • Audi A8: Ein starker Konkurrent mit quattro-Allradantrieb und einer einzigartigen Aluminiumkonstruktion.
  • BMW 7er: Bietet ein ansprechenderes Fahrerlebnis.
  • Lexus LS: Bekannt für außergewöhnliche Eleganz und Zuverlässigkeit.
  • Bentley Flying Spur: Für alle, die ultimativen Luxus ohne Kompromisse suchen.

Das Urteil

Die Mercedes-Benz S-Klasse 2013–2020 bietet für ihren Preis ein außergewöhnliches Besitzerlebnis. Da sich die Abschreibung zu Ihren Gunsten auswirkt, stellt ein gebrauchtes Modell ein erhebliches Wertversprechen dar. Potenzielle Käufer sollten jedoch die Fahrzeuge sorgfältig prüfen, mögliche Betriebskosten berücksichtigen und die Rückrufhistorie überprüfen. Trotz dieser Überlegungen bleibt die S-Klasse ein Maßstab für Luxus, Leistung und technologische Innovation.