Aufgrund strengerer staatlicher Abgasnormen verzichtet Kia Australia in seinen Carnival-Minivans und Sorento-SUV-Modellen auf Benzin-V6-Motoren. Der Schritt, der durch den neuen New Vehicle Efficiency Standard (NVES) vorangetrieben wird, der am 1. Januar in Kraft trat, begrenzt die Verfügbarkeit dieser Antriebsstränge effektiv auf den verbleibenden Händlerbestand, der voraussichtlich bis Ende März aufgebraucht sein wird.
Neue Vorschriften erzwingen Änderungen
Das NVES führt strengere CO2-Emissionsobergrenzen ein und senkt den Zielwert für Personenkraftwagen von 141 g/km auf 117 g/km. Der V6 Sorento FWD beispielsweise emittiert 222 g/km und überschreitet damit die neuen Grenzwerte. Im Gegensatz dazu liegen Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen (PHEV) deutlich innerhalb der Standards und emittieren zwischen 37 und 129 g/km.
Bei diesem Wandel geht es nicht nur um Compliance. Ironischerweise hat der Vorstoß der australischen Regierung zu geringeren Emissionen zu einer Verbesserung der Versorgung mit elektrifizierten Kia-Modellen geführt. Diese Fahrzeuge, die zuvor durch Produktionsengpässe eingeschränkt waren, sind nun leichter verfügbar, da die Marke der Einhaltung der neuen Vorschriften Priorität einräumt.
Preiserhöhungen unvermeidlich
Der Wegfall des V6 wird die Einstiegspreise für beide Fahrzeuge in die Höhe treiben. Der Sorento Hybrid FWD kostet 5.000 US-Dollar mehr als der frühere V6 FWD, während die Plug-in-Hybrid-Version fast 20.000 US-Dollar teurer ist. Der Carnival Hybrid erfährt im Vergleich zum eingestellten V6 auch einen Preisanstieg von 4.000 US-Dollar.
Die Änderung unterstreicht einen wachsenden Trend: Automobilhersteller auf der ganzen Welt rationalisieren ihre Produktion, um sich auf effizientere Antriebsstränge zu konzentrieren, da die Vorschriften strenger werden. Die Situation in Australien ist ein klares Beispiel dafür, wie sich Emissionsnormen direkt auf die Entscheidungen der Verbraucher auswirken und Käufer zu Hybrid- oder Elektrooptionen zwingen – sei es aus Vorliebe oder Notwendigkeit.






